Donnerstag, 8. mai 2008
...
Sie macht  
              Worte
zu Hülse,
Liebe da wo
          es noch
       um andere
Dinge geht,
eine Freundschaft
so schnell daß
jegliche Tiefe
sich ausschließt

...

Gefunden in einem dicken Schinken, den ich schon langen nicht mehr genoßen hatte. Auf einem kleinen Vokabalkärtchen steht es da.
Was es wohl bedeuten mag? Ich weiß es kaum, und, ich werde mich nicht daran machen diese eiligen Worte, mit Fehlern und schneller Hand geschrieben, zu ergründen, viel mehr will ich sie genießen, den Duft von Jugendlichkeit den sie unverkennbar ausstrahlen, ihr Tiefe, die ich zu spüren meine, ich werde mich an dem schlampig, treulosen Schriftbild ergötzen; Und, zu guter Letzt will ich das Gefühl in mir aufsaugen, wie trockner Boden.

Worum es geht? Das ist noch nicht von Belang, das Gefühl, die Schwingung und das Seufzen, ist da, was sonst erfragt man? Ein Gefühl hat überdauert im Buch. Wenn Bücher nicht auch dazu da sind, dann sollte man sie abschaffen. Oder in ein Regal stellen und warten bis man bereit sie nach Jahren wieder hervorzukrammen, einen Zettel darin zu finden, das Gefühl aufzusaugen, es zu würdigen.
Und dann?
Dann sollte man sich daran erinnern was Bücher sind: Ein Stückchen Seele, ein Träne und ein Lachen. Eine Erinnerung und ein Traum, ein Brief und ein Pamphlet, ein wenig Liebe und auch Hass, all das und vielmehr. Ach, was haben wir alles nicht gelesen....
von Fried
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